Posts Tagged ‘Papst’

h1

Hirtenbarometer.de – Schäfchen gone wild?

Mai 2, 2011

Hirtenbarometer Unter einem Hirtenbarometer konnte ich mir bis vor wenigen Minuten nicht wirklich etwas vorstellen. Das war bevor ich auf hirtenbarometer.de gelandet bin. Dem etwas ironischen Motto „Auch Gott braucht Feedback“ folgend, kann hier die Arbeit von Pfarrern, Priestern, Bischöfen, Päpsten und wen es sonst noch so in den Kirchen mit einem offiziellen Amt gibt, bewertet werden. Die Kirchen-Offiziellen sind also die Hirten. Da fällt die Antwort auf die Frage, wer denn die Schäfchen sein sollen leicht: Die gläubigen oder nicht gläubigen User von Hirtenbarometer wahrscheinlich.

Mir gefällt’s. Den jetzt ganz neu seligen Papst Johannes Paul II kann man da übrigens auch bewerten. Der hat es wohl dank des gestrigen Medienrummels um seine Person bzw. seine Wunderheilung direkt in die Top-Liste der Hirten geschafft.

Advertisements
h1

Glauben im Internet

März 17, 2011

Seit das WorldWideWeb für praktisch alle Menschen zugänglich ist, stehen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten offen, sich über jedes beliebige Thema zu informieren und mit anderen Nutzern im Internet auszutauschen. Wenn man die zunehmende Säkularisierung moderner Industrienationen bedenkt, erstaunt es um so mehr, wie oft die Themen „Religion und Glauben“ Gegenstand von Internet-Recherchen und Chats sind.

Jedermann kann sich zum Beispiel auf Facebook anmelden und seine Meinung auch zu Fragen des Glaubens verbreiten und mit anderen Teilnehmern diskutieren. Dies kann oft einfacher sein als im täglichen Leben – denn insbesondere außerhalb der Gemeinde ist die Bereitschaft der meisten Menschen nicht allzu groß, offen über religiöse Themen zu sprechen. Gerade bei Jüngeren gilt zum Beispiel die Gretchen-Frage nach der eigenen Religion als extrem uncool. Im Schutz der relativen Anonymität sozialer Internet-Netzwerke lassen sich diese Themen für viele einfacher und besser mit anderen besprechen. Dies ist sicherlich ein Vorteil des Internet, macht aber auch betroffen, denn in einer liberalen und toleranten Gesellschaft, sollte jeder ermuntert werden, seinen Glauben mit anderen offen zu leben.
Eine Gefahr für alle christlichen Religionen ist sicher auch die bunte Beliebigkeit an religiösen und spirituellen Bekenntnissen, die im Internet angeboten werden. In dieser Pluralität muss sich der christliche Glaube überzeugend von anderen Religionen und esoterischen Ideen abheben, ohne durch Intoleranz oder Prinzipien-Reiterei die Community zu verschrecken. Dies ist eine echte Herausforderung – dies hat auch Papst Benedikt XVI erkannt, der im Jahr 2010 alle Gläubigen dazu aufforderte, der Kommunikation im Internet eine Seele zu geben. Dies bezieht sich nicht nur auf religiöse Themen, sondern allgemein darauf, den Menschen mit seiner Würde in den Mittelpunkt der online-Interaktion zu stellen. 

Diese Trends belegen, dass das Abwenden von den Amtskirchen und traditioneller Frömmigkeit auf keinen Fall gleichzusetzen ist mit einer Abkehr von Spiritualität an sich. Wenn die großen Kirchen dies aufnehmen und als Chance begreifen, sich wieder positiv ins Gespräch und damit in die Köpfe und Herzen der Menschen zu bringen, kann der Glauben im Internet viel zu einer Erneuerung der christlichen Religiosität beitragen.

h1

Confession – Beichten per iPhone mit der römisch-katholischen App

Februar 11, 2011
Confession

AppStore: Confession

Beichten geht jetzt auch per iPhone oder iPad. Die katholische Kirche hat der App Confession ihren Segen erteilt. Ganz im Sinne der Papst Forderung, mehr Präsenz im SocialMedia Bereich zu zeigen, können ab sofort gläubige Katholiken all ihre Sünden direkt ihrem iPhone beichten. Ganz diskret und von überall kann man sich so on the fly seiner bösen Sünden entledigen. Wie praktisch :). Allerdings müssen die Sünder im Moment noch englisch können, die originale App gibts nur in englischer Sprache. Entwickelt wurde die App übrigens in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Bischofskonferenz – das erklärt den offiziellen Segen. Eine ähnliche deutsche Version ist übrigens unter dem Namen Beichte 1.0 erhältlich.

Read the rest of this entry ?

h1

Zölibat früher und heute – Wollte der Papst heiraten?

Februar 4, 2011
Petersdom im Vatikan

Petersdom

Der Begriff Zölibat ist von dem lateinischen Wort „caelebs“ abgeleitet und bedeutet ehelos oder unvermählt zu sein, als Mann. Nach einem älteren Wörterbuch aus dem Jahr 1908 ist unter caelebs umgangssprachlich im übertragenen Sinn ein Weinstock zu verstehen, an dem keine Reben gezogen werden. Interessant, wenn man das Wort Zölibat an sich betrachtet ist in diesem Zusammenhang die häufig ebenfalls umgangssprachliche Verwendung des Begriffes mit neutralem Geschlecht als „das Zölibat“.

Der Zölibat ist die kirchensprachliche Bezeichnung für die Ehelosigkeit von Priestern und Mönchen. Er wird auch in anderen Religionen praktiziert, in denen das Priesteramt eine wichtige Rolle spielt. Besondere Aufmerksamkeit wird der zölibatären Lebensweise in der römisch-katholischen und den orthodoxen Kirchen geschenkt. Die orthodoxen Kirchen fordern die Ehelosigkeit allerdings nur von ihren Mönchen und den höheren Weihen, wie den Bischöfen. In der abendländischen Kirche hingegen ist der Zölibat für alle Priester und Angehörige eines Ordens Pflicht.
Read the rest of this entry ?
h1

Der Papst ist auch nur virtuell!

Januar 25, 2011

Grade fällt mir noch was zum Artikel von vorher auf..

Ausgerechnet der Papst warnt vor der Gefahr, die von virtuellen Freunden ausgeht. Er, der von einer virtuellen Macht in ein Amt eingesetzt wurde, in dem er diese virtuelle Macht auf Erden vertritt.

h1

Gehet hin und facebooket

Januar 25, 2011
Papst Benedict (Quelle: Wikimedia)

Papst Benedict (Quelle: Wikimedia)

Der Papst ist ein Facebook Fan. Wie gerade auf dem blasphemieblog2 entdeckt, ruft der Papst über press.catholica.va dazu auf, per Facebook und anderen sozialen Netzwerken die Botschaft Gottes und der Bibel zu verbreiten. Startet nun frei nach dem Motto „Kirche ist, wo Gläubige sind“ nun eine neue Missionierungs-Runde einer im Westen schrumpfenden Religion? Gibt es bald in Anlehung an die Fernfahrer-Kirchen auch Surfer-Kirchen? Zwitschert Franz von Asissi bald nicht mehr zu Vögeln, sondern auch in Twitter?

Im April 2010 tönte es im Rahmen der Tagung „Digitale Zeugen“ vom Vatikan noch in einer ganz anderen Färbung zum Thema neue Medien:

Read the rest of this entry ?

h1

WDR: „Das geht bei uns so auf keinen Fall über den Sender!“

Januar 21, 2011

Was ist los? Hat der WDR keinen Karnevallshumor mehr? Jedenfalls nicht, wenn es um eine Stunksitzung mit etwas Papst- und Kardinalsspott geht. WDR Sprechering Kristina Bausch verlautet dann „Das geht bei uns so auf keinen Fall über den Sender!“. Warum nur, frage ich mich? Ist der WDR katholisch? Immerhin hat die ARD das Thema aufgegriffen (siehe Video). Die katholischen News-Seiten feiern das natürlich. Und ja, der Humor war wirklich derb und nichts für zart beseitete „Juchuu, ich habe Jesus gefunden tralalala Jüngerchen“. Aber mal ehrlich: Wenn derber Humor zur Abschaffung von Karnevallshumor führt, dann gibt es wohl bald keinen Karneval mehr. Ich bin der Meinung das wird immer noch von der Meinungsfreiheit gedeckt und ich hoffe Bruno Schmitz lässt sich vom WDR nicht einschüchtern! Und ja, es ist die Aufgabe des Kabaretts die Wirklichkeit aufzugreifen und zu überhöhen. Wie sonst soll es aufrütteln, provozieren und die Gemüter erregen? Christenverfolgung wirft man ihm vor… weil er Missbrauchsfälle und den verachtenswerten Umgang der Kirche mit Homosexualität anprangert und auf ihre Leitfiguren projeziert. Halten wir es doch einmal mit einem Sprichwort, dass sich ähnlich platt gibt, wie die Kirche und ihr Fanclub: Nur getroffene Hunde bellen wirklich laut.

%d Bloggern gefällt das: