Posts Tagged ‘Kinder’

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Für Pfarrer mit Kindern verboten!

Mai 18, 2011

STOPP MISSBRAUCH, diese zwei Worte zieren eine Warntafel, angebracht in einem steirischen Waldstück. Dazwischen ist eine Hand abgebildet in deren Handfläche sich ein Verbotsschild abgebildet ist auf dem ein Pfarrer zwei Kindern nach läuft. Das gleiche Symbol findet sich nochmal auf einem Verbotsschild darüber. Darunter erklärt eine kleine Tafel, überschrieben mit „Kinderschutzgebiet“, dass ein Pfarrer der sich in Begleitung Minderjähriger befindet auf dem Wallfahrtsweg nach Mariazell den Forstgrund Sepp Rothwangl nicht betreten dürfe. Zumindest dann nicht, wenn die Eltern der Minderjährigen nicht ebenfalls anwesend sind.

Als Betroffener der sexuellen Missbrauchsfälle durch katholische Geistliche will Sepp Rothwangl ein Zeichen setzen. Die Unfähigkeit der Kirche die Täter in den eigenen Reihen zu verfolgen und zu entfernen hat ihn zu diesem Schritt getrieben.

Leider übersieht er, dass er mit seiner Aktion einen blinden Generalverdacht ausspricht. Und bei aller Kritik an der Aufklärungsfähigkeit der katholischen Kirche: Mit einer Hetzkampagne und Pilger-Verboten ist den Opfern des Skandals nicht geholfen. Bleibt zu hoffen, dass diese Aktion wenigstens etwas mehr konstruktives Bewußtsein auf die Problematik des sexuellen Mißbrauchs lenkt und zum Nachdenken anregt.

Weitere Details und eine Abbildung finden sich in einem Artikel auf DerStandard.at, unter hpd.de oder auf nicsbloghaus

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Ein kostenloses Kinderliederbuch für jeden Kindergarten

Februar 3, 2011
Musikpiraten e. V.

Musikpiraten e. V.

Wie auf nerdcore bzw. crackajack.de beschrieben hat die GEMA kürzlich alle Kindertagesstätten in Deutschland im Auftrag der VG Musikedition angeschrieben. Der Schrieb beinhaltete den Hinweis darauf, dass das Kopieren von Notenblättern oder Notenheften durch den Rechteinhaber genehmigt werden muss. Praktischerweise hat die GEMA dem Schrieb gleich ein Angebot beigelegt: Für 56 € netto  darf ein Kindergarten bis zu 500 Kopien erstellen (und verteilen). Das Problem dabei: Jede einzelne Kopie muss erfasst und an die GEMA gemeldet werden – da sonst die weitere Abrechnung mit dem Rechteinhaber nicht möglich ist.

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Wir sind Quotenmensch!

Februar 3, 2011
Frauenquote

Frau

Alle Jahre wieder gelten Frauenquoten als effektives Mittel, um mehr Frauen in Führungspositionen, Politik und Wirtschaft zu bekommen. Aktuellstes Beispiel ist die entsprechende Forderung der CSU, mit der Ursula von der Leyen die FDP kräftig zum Gegensteuern bringt. Aber wie von Steffen Hentrich in seinen Beiträgen Frauenqote kein Freiheitsgewinn oder Frauenquote für Wikipedia? schön beschrieben, ist eine staatlich verordnete Quote eben kein Allheilmittel. Andere fühlen sich vom Thema bereits überreizt und „können es nicht mehr hören„.

Aber, lasst uns doch einmal selbst dem so gepriesenen Gleichheitswahn verfallen. Tauchen wir ein, in ein Gerechtigkeitsempfinden, das von einer übergeordneten Macht gesichert alle auf die gleiche Stufe stellt. Nehmen wir einfach mal an: Alle Menschen seien gleich – so steht es ja schon im Grundgesetz. Jetzt fällt auf, nicht alle Menschen sind in ihrer Gleichheit auch gleich in jeder Gruppe oder jedem Gremium vertreten. Entrüstet rufen wir im Brustton der Überzeugung: Das geht so nicht! Und fordern strikt eine Quote für Jedermann äh und Jederfrau und so natürlich gleich mit! Wirklich!! Tatsächlich!!!

Ein Gleichheitsmensch denkt nach.

Friedrich Nietzsche - Atheist

Atheist

Mit etwas emotionalem Abstand kommen wir zurück zum Thema: Quoten. Die Forderung nach Quoten scheint modern und legitim zu sein (ein Traum für jeden Politiker). Logisch an der Frauenquote vorbei weitergedacht, komme ich daher zu der Forderung, dass wir für unsere Wirtschaftsgremien eine Atheisten-Quote brauchen. Wir brauchen die Ungläubigen in den Schaltzentralen der Macht!

Jesus Christus - Christ

Christ

Ausgewogen soll es trotzdem sein, darum stellen wir direkt noch eine Christen-Quote (fein säuberlich unterschieden zwischen römisch-katholisch, evangelisch/ protestantisch, orthodox und koptisch) daneben.

Shahadah - Islamisches Glaubensbekenntnis

Moslem

Bei näherer Betrachtung fällt natürlich direkt noch eine Bevölkerungsgruppe auf, die in deutschen Aufsichtsräten bis jetzt völlig unterrepräsentiert ist. Aber keine Sorge, eine Lösung ist nah: Die Muslimen-Quote schmückt den modernen Quoten-Staat!

Und weil wir bei der großen Gleichheit aller Menschen nicht bei Geschlecht und Religion stehen bleiben können fällt uns das doch sehr vergreiste Durchschnittsalter der deutschen Wirtschafts-Elite ins Auge. Ich bin dafür, dass wir, zur Erweiterung unserer Blickwinkel, um zu gewährleisten, dass wir die Gesellschaft in ihrer Ganzheit in den Chef-Etagen abbilden regelmäßig Kinder ins Management einsetzen: Die Kinder-Quote führt unsere Wirtschaft in die Zukunft!

Realitätsverlust?

Bekloppt? Auch nicht bekloppter als eine Frauenquote. Unbestritten, Frauen müssen in die Gestaltung der Zukunft unseres Landes und seines Wirtschaftsraumes gleichberechtigt eingebunden werden. Wir brauchen eine ausgewogene Machtbalance und gewinnen durch Diversifikation in vielen Bereichen. Es ist zum Beispiel längst an der Zeit, dass sich Frauen ins katholische Priesteramt einklagen – falls sie sich zu solch einer Karriere berufen fühlen. Das Zölibat und die Priesterweihe nur für Männer dürfte in Deutschland sicherlich kaum verfassungskonform sein.

Der Quotenmensch, genauso wie der Gleichheitsmensch sind aber keine Lösung für mangelnde Machtverteilung. Beide spiegeln nur die periodisch wiederkehrenden goldenen Kälber, die angebetet oder als Sau durchs politische Dorf getrieben werden wieder. Viel wichtiger ist es nachhaltige, faire Chancen zu schaffen, die ergriffen werden können ohne Rücksicht auf die eigene Herkunft, Glaubensrichtung, Sexualität, Alter oder Geschlecht. Dann gewinnt auch der Gleichheitssatz als Grundrecht wieder eine echte Bedeutung.

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Wenn Eltern Facebook nutzen… ist der Spaß vorbei?

Januar 31, 2011

So deutet es zumindest ein kleiner Freitags-Vers auf Spreeblick an. Interessant ist das Thema tatsächlich, bedeutet es doch für Eltern eine Gradwanderung zwischen dem Freiheitsbedürfnis ihrer Kinder und den elterlichen Kontrollwünschen. Facebook lässt eine Überwachung des Freundeskreises und der Aktivitäten unserer Kinder in einer sehr zentralen, kompakten und umfassenden Art und Weise zu, wenn die Kleinen denn ihre Eltern adden. Und genau hier ist das moralische Dilemma angesiedelt, das der Vers auf Spreeblick betrachtet. Wieviel Vertrauen haben Eltern in die Vernunft und Selbständigkeit ihrer Kinder? Und ist eine Kontrolle per Facebook legitim wenn dieses Vertrauen nicht existiert? Wie haben wir uns denn früher den Kontrollen unserer Eltern entzogen? Wenn man versucht einen Vergleich zu ziehen, zwischen der heutigen jungen Generation und den beiden letzten Generation (je 15-20 Jahre Differenz), dann stellt man schnell fest, dass Eltern heute ein unglaublich größeres Sammelsurium an Kontrollmechanismen haben. Für Eltern ist die Aufgabe Erziehung damit ungleich komplexer geworden, sie könnten ja tatsächlich alles(?) vieles einfach wissen. Vertrauen zu geben, auch wenn es sicher hin und wieder enttäuscht, missbraucht oder missachtet wird, dürfte eine der ganz großen Herausforderungen moderner Eltern sein. Und für die jungen Leute? Facebook ist sicher nicht der letzte Ort, an dem sie sich vor ihren Eltern ein wenig verstecken und sich unkontrolliert unter einander austauschen können. Facebook ist nur etwas weniger cool, wenn sogar Mama und Papa mitspielen…

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Schutz des ungeborenen Lebens – nicht bei Hartz 4

Januar 26, 2011
Wilhelm von Humboldt - Bildungsreformer

Wilhelm von Humboldt - Bildungsreformer (Quelle: Wikipedia)

Ein Jobcenter in Braunschweig kürzt einer schwangeren Frau die Hartz IV Bezüge. Sie bekommt zwar noch Essensgutscheine, aber keine finanziellen Mittel um Ausgaben wir Praxis- und Rezeptgebühren zu bezahlen. Hintergrundinfos dazu finden sich auf dem lkwklausfragen Blog.

Ganz abgesehen vom moralischen Aspekt stellt sich mir hier die Frage, warum wir in Deutschland immer noch nicht kapiert haben, dass unsere wirtschaftliche Zukunft in der Ausbildung unserer Kinder liegt? Wir haben keine Bodenschätze. Der Tourismus in Deutschland ist ein vernachlässigbarer Faktor. Wir leben von Innovationen. Von großen, technischen Innovationen. Wir haben das Auto erfunden und den Computer. Albert Einstein wurde in unserem Land geboren. Warum erkennen wir nicht, dass wir für ein Fortführen dieser großartigen Erfinderleistungen nicht nur ein paar, nein hunderte, tausende, millionen von fähigen, klugen, schlauen Köpfen brauchen?

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