Archive for the ‘Religion’ Category

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Für Pfarrer mit Kindern verboten!

Mai 18, 2011

STOPP MISSBRAUCH, diese zwei Worte zieren eine Warntafel, angebracht in einem steirischen Waldstück. Dazwischen ist eine Hand abgebildet in deren Handfläche sich ein Verbotsschild abgebildet ist auf dem ein Pfarrer zwei Kindern nach läuft. Das gleiche Symbol findet sich nochmal auf einem Verbotsschild darüber. Darunter erklärt eine kleine Tafel, überschrieben mit „Kinderschutzgebiet“, dass ein Pfarrer der sich in Begleitung Minderjähriger befindet auf dem Wallfahrtsweg nach Mariazell den Forstgrund Sepp Rothwangl nicht betreten dürfe. Zumindest dann nicht, wenn die Eltern der Minderjährigen nicht ebenfalls anwesend sind.

Als Betroffener der sexuellen Missbrauchsfälle durch katholische Geistliche will Sepp Rothwangl ein Zeichen setzen. Die Unfähigkeit der Kirche die Täter in den eigenen Reihen zu verfolgen und zu entfernen hat ihn zu diesem Schritt getrieben.

Leider übersieht er, dass er mit seiner Aktion einen blinden Generalverdacht ausspricht. Und bei aller Kritik an der Aufklärungsfähigkeit der katholischen Kirche: Mit einer Hetzkampagne und Pilger-Verboten ist den Opfern des Skandals nicht geholfen. Bleibt zu hoffen, dass diese Aktion wenigstens etwas mehr konstruktives Bewußtsein auf die Problematik des sexuellen Mißbrauchs lenkt und zum Nachdenken anregt.

Weitere Details und eine Abbildung finden sich in einem Artikel auf DerStandard.at, unter hpd.de oder auf nicsbloghaus

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Hirtenbarometer.de – Schäfchen gone wild?

Mai 2, 2011

Hirtenbarometer Unter einem Hirtenbarometer konnte ich mir bis vor wenigen Minuten nicht wirklich etwas vorstellen. Das war bevor ich auf hirtenbarometer.de gelandet bin. Dem etwas ironischen Motto „Auch Gott braucht Feedback“ folgend, kann hier die Arbeit von Pfarrern, Priestern, Bischöfen, Päpsten und wen es sonst noch so in den Kirchen mit einem offiziellen Amt gibt, bewertet werden. Die Kirchen-Offiziellen sind also die Hirten. Da fällt die Antwort auf die Frage, wer denn die Schäfchen sein sollen leicht: Die gläubigen oder nicht gläubigen User von Hirtenbarometer wahrscheinlich.

Mir gefällt’s. Den jetzt ganz neu seligen Papst Johannes Paul II kann man da übrigens auch bewerten. Der hat es wohl dank des gestrigen Medienrummels um seine Person bzw. seine Wunderheilung direkt in die Top-Liste der Hirten geschafft.

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Autobahnkirchen beruhigen den Verkehr

April 10, 2011
Autobahnkirche

Autobahnkirche

Auf einestages spricht Pater Wolfram, Pfarrer der ersten von 38 Autobahnkirche in Deutschland in einem Interview über die Geschichte und Wirkung dieser Kirchen und Kapellen an unseren Autobahnen. Abgesehen von den üblichen Erkenntnissen, dass diese Kirchen ein Ort der Ruhe und Erholung für die gestressten vierrädrigen Tiefflieger darstellen, verweist er auf wissenschaftliche Studien, die den verkehrsberuhigenden Einfluss der Gotteshäuser auf den Verkehr belegen. Interessant ist dabei, dass sich dieser positive Einfluss sowohl auf gläubige als auch auf nicht gläubige Fahrerinnen und Fahrer auswirken soll – solange sie für einen Moment von der Autobahn abbiegen und die Kirche oder Kapelle als Ort der (relativen) Stille und Ruhe nutzen. Die Kirche von Pater Wolfram, die erste dieser Art, liegt übrigens an der A8 in Adelsried zwischen Stuttgart und München und es gibt sie seit 1958.

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Weltjugendtag 2011 in Madrid

März 28, 2011

Im Sommer schon Pläne? Der Weltjugendtag in Madrid im Sommer 2011 ist wahrscheinlich einen Ausflug wert.

Das hört sich ja recht rockig an – hätte ich so nicht erwartet. Und getreu dem päpstlichen Aufruf, wird auch fleissig das Web 2.0 mit Inhalten bestückt: FacebookTwitter… hübsch, die Kirche wirkt damit auf einmal so jung und frisch. Eine nette Abwechslung zu der sonst immer eher drögen, spaß-frei auftretenden Greisen-Generation.

 

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Gott – Eine Definition aus der Stupedia

März 19, 2011

Gott ist ein imaginärer Freund der Christen. Von vielen LSD konsumierenden Künstlern wird er als wichtigster Vertreter der Gotik genannt. In der Realität ist Gott aber nur ein ganz normaler Bursche, der versucht sein Leben im Himmelreich zu leben, aber durch die Gebete der Kirchenweiber sehr stark sexuell belästigt („Frucht Deines Leibes“ etc.) wird. Gott war es auch, der den Menschen angeblich ihr langweiliges Leben (welches sich nur um Fortpflanzung dreht) „geschenkt“ hat. Er ist seinem Wesen nach ein einfacher Sadist ohne Prinzipien, Selbstvertrauen und Hobbys. Read the rest of this entry ?

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Glauben im Internet

März 17, 2011

Seit das WorldWideWeb für praktisch alle Menschen zugänglich ist, stehen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten offen, sich über jedes beliebige Thema zu informieren und mit anderen Nutzern im Internet auszutauschen. Wenn man die zunehmende Säkularisierung moderner Industrienationen bedenkt, erstaunt es um so mehr, wie oft die Themen „Religion und Glauben“ Gegenstand von Internet-Recherchen und Chats sind.

Jedermann kann sich zum Beispiel auf Facebook anmelden und seine Meinung auch zu Fragen des Glaubens verbreiten und mit anderen Teilnehmern diskutieren. Dies kann oft einfacher sein als im täglichen Leben – denn insbesondere außerhalb der Gemeinde ist die Bereitschaft der meisten Menschen nicht allzu groß, offen über religiöse Themen zu sprechen. Gerade bei Jüngeren gilt zum Beispiel die Gretchen-Frage nach der eigenen Religion als extrem uncool. Im Schutz der relativen Anonymität sozialer Internet-Netzwerke lassen sich diese Themen für viele einfacher und besser mit anderen besprechen. Dies ist sicherlich ein Vorteil des Internet, macht aber auch betroffen, denn in einer liberalen und toleranten Gesellschaft, sollte jeder ermuntert werden, seinen Glauben mit anderen offen zu leben.
Eine Gefahr für alle christlichen Religionen ist sicher auch die bunte Beliebigkeit an religiösen und spirituellen Bekenntnissen, die im Internet angeboten werden. In dieser Pluralität muss sich der christliche Glaube überzeugend von anderen Religionen und esoterischen Ideen abheben, ohne durch Intoleranz oder Prinzipien-Reiterei die Community zu verschrecken. Dies ist eine echte Herausforderung – dies hat auch Papst Benedikt XVI erkannt, der im Jahr 2010 alle Gläubigen dazu aufforderte, der Kommunikation im Internet eine Seele zu geben. Dies bezieht sich nicht nur auf religiöse Themen, sondern allgemein darauf, den Menschen mit seiner Würde in den Mittelpunkt der online-Interaktion zu stellen. 

Diese Trends belegen, dass das Abwenden von den Amtskirchen und traditioneller Frömmigkeit auf keinen Fall gleichzusetzen ist mit einer Abkehr von Spiritualität an sich. Wenn die großen Kirchen dies aufnehmen und als Chance begreifen, sich wieder positiv ins Gespräch und damit in die Köpfe und Herzen der Menschen zu bringen, kann der Glauben im Internet viel zu einer Erneuerung der christlichen Religiosität beitragen.

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Sexueller Missbrauch für 5000 Euro

März 2, 2011

5000 Euro? Ich glaube da ist ein Rädchen im Wahrnehmungsgetriebe der katholischen Kirche durcheinander gekommen. 5000 Euro für den sexuellen Missbrauch Minderjähriger? Dafür, dass hier unfassbares Leid unter den Opfern angerichtet wurde? Das fühlt sich ziemlich billig an.

Aber 5000 Euro ist zumindest die Summe, die die katholische Kirche für angemessen hält. Wolgemerkt  nicht für jeden Fall, nur für die schwereren – zumindest lässt sich die Formulierung „bis zu 5000 Euro“ so interpretieren. In besonders schweren Fällen gibt es darüberhinaus noch eine Kostenübernahme für psychologische Beratung/Betreuung.

Die Zahlungen möchte die katholische Kirche übrigens bei den Tätern wieder rein holen. Nur falls das nicht möglich sei, werde der Betrag von der Kirche selbst übernommen. Interessanterweise ist das ganze Angebot hauptsächlich an Opfer gerichtet, bei denen die Verjährung schon eingesetzt hat – wie die Kirche da das Geld von den Tätern wieder rein holen will… vielleicht klappt es ja doch mit dem späten Apell an das Gewissen – ich habe da meine Zweifel.

Vor Gericht sind 5000 bis 10000 Euro Entschädigung üblich. Immer noch ziemlich billig, aber die Kirche versucht offensichtlich sich ganz am unteren Rand zu orientieren. Das ist peinlich.

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