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Offene Bibel – Die Bibel wird frei und open source

März 28, 2011

Der Verein Offene Bibel e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Übersetzung der Bibel zu schaffen, die frei verwendet werden darf. Eine Zweckeinschränkung will der Verein explizit vermeiden und stellt die Ergebnisse darum unter einer CreativeCommons Lizenz zur Verfügung.

Offene Bibel

Das ist eine gute Idee. Und sie wird noch besser dadurch, dass alle unabhängig von Konfession, Taufe oder ähnlichem mitmachen dürfen. Einzige Voraussetzung: Die nötigen Kenntnisse in hebräisch, aramäisch oder griechisch sollten vorhanden sein.

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5 Kommentare

  1. Na, da bin ich ja mal hochgespannt, was da so rauskommen wird …

    Ich muss nur gerade ein bisschen schmunzeln, weil eine vernüntige Übersetzung eben doch – gerade bei Hebräisch – verlangt, dass man sich ein bisschen mit dem historischen Kontext beschäftigt hat. Somit hat sich das »open source« ja schon größtenteils erledigt.

    Erinnert mich an die »Bibel in gerechter Sprache«, die vor ungefähr fünf Jahren erschienen ist und die auch eine moderne Übersetzung ist, bzw. sein will. Darin hat man auch Erkenntnisse feministischer Theologie (das war tatsächlich ein Theologieprojekt) berücktsichtigt, somit sind Bezeichnungen für »Vater Unser«, etc. ersetzt worden. Auch einige Gebote, beispielsweise »Du sollst nicht ehebrechen« wurden in »Du sollst nicht fremdgehen« umgewandelt, wenn ich mich richtig erinnere.
    Diese Bibelübersetzung hat allerdings keine Anerkennung gewonnen, weil durch die Vorgabe, möglichst ALLEN gerecht zu werden, viel zu viel schwammiges Zeug rauskam.

    Insofern bin ich eher Fan von so Übersetzungen wie »Der große Boss«, in dem der Autor die Lutherübersetzung in modernes Deutsch übertragen hat. 😉


    • Ich bin auch gespannt, das ist auf jeden Fall ein interessantes Projekt.

      Dein Einwand mit dem Hebräisch – Open Source bleibt es trotzdem. Ist ja bei Software zum Beispiel auch so, nicht jeder kann eine komplexe Programmiersprache, aber jeder der es möchte kann sie erlernen und dann zum Projekt beitragen oder zumindest verstehen, was dort getan wurde.

      Die „Bibel in gerechter Sprache“ kannte ich noch nicht, muss ich mir mal anschauen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der Versuch es allen und jedem recht zu machen letztlich dazu führt, dass es für niemanden mehr gut ist. Aber wenn ich das Projekt „Offene Bibel“ richtig verstanden habe, geht es da nicht darum es allen recht zu machen, sondern primär eine Bibel zu haben, die ganz offiziell frei im Sinne von frei verteilbar (ohne copyright und Lizenzgebühren) ist.

      „Der große Boss“ ist amüsant, ich mag diese Art sich mit einer Spur Humor und ganz unpretiös mit historisch gewachsener Literatur zu beschäftigen. Das erinnert mich jetzt gerade an Goethes Faust in Comic Form (ich glaube vom ehapa Verlag publiziert) 😉


  2. Mhm … ich bin mir nicht sicher, ich glaube, ich verstehe unter „Open Source“ etwas anderes. „Open Source“ ist für mich Wikipedia, und da muss man sich ja nur anmelden und dann kann man anfangen zu posten und keine Ahnung was noch – soweit ich weiß, jedenfalls.

    Da ist der Aufwand nicht halb so hoch, wie mal eben mindestens eine tote Sprache lernen zu müssen; die meisten Leute hatten ja nicht mal Latein an der Schule. 😉


    • Grundsätzlich hast Du schon recht – Open Source bedeutet erstmal, dass jeder mitmachen kann. Es bedeutet aber nicht, dass man keine Ahnung haben darf, was man tut :). Bei Wikipedia zum Beispiel werden Deine Beiträge/Änderungen ganz schnell wieder verschwinden, wenn Du Dich mit einem Thema nicht auskennst. Wenn Du da zum Beispiel über die Eigenschaften der Kakadu-Familie schreiben möchtest, wirst Du schnell feststellen, dass das ohne Kakadu-Kenntnisse nicht geht. Der Kakadu ist beim Softwareprojekt eben die Programmiersprache und beim Offene Bibel Projekt Hebräisch (oder eine der anderen Sprachen…). Klar ist das eine Hürde für jemanden, der das nicht kann und die wenigsten werden sich das jetzt dafür aneignen. Aber diejenigen, die es eh schon können, die haben vielleicht Spaß an der Sache und können *einfach so* mitmachen.


      • *grinst* na gut, aber trotzdem können ja Leute mit Kakadu-Kenntnissen trotzdem noch eine Menge Mist verzapfen …

        Na, wir werden sehen, wie das Projekt so läuft. Interessant ist es auf jeden Fall, besonders gespannt bin ich, weil es ja nicht nur ein ökumenisches Projekt ist, sondern auch innerhalb des Protestantismus zig Strömungen existieren, die einige Dinge sehr anders sehen. Von den Freikirchen ganz zu schweigen.

        We’ll see! 🙂



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