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Gehet hin und facebooket

Januar 25, 2011
Papst Benedict (Quelle: Wikimedia)

Papst Benedict (Quelle: Wikimedia)

Der Papst ist ein Facebook Fan. Wie gerade auf dem blasphemieblog2 entdeckt, ruft der Papst über press.catholica.va dazu auf, per Facebook und anderen sozialen Netzwerken die Botschaft Gottes und der Bibel zu verbreiten. Startet nun frei nach dem Motto „Kirche ist, wo Gläubige sind“ nun eine neue Missionierungs-Runde einer im Westen schrumpfenden Religion? Gibt es bald in Anlehung an die Fernfahrer-Kirchen auch Surfer-Kirchen? Zwitschert Franz von Asissi bald nicht mehr zu Vögeln, sondern auch in Twitter?

Im April 2010 tönte es im Rahmen der Tagung „Digitale Zeugen“ vom Vatikan noch in einer ganz anderen Färbung zum Thema neue Medien:

„Das Internet kann aber zu einem Gleichschaltungsorgan verkommen und den intellektuellen und moralischen Relativismus fördern. Wohlgemerkt, wir sind nicht gegen neue Technologien. Unsere Kraft liegt aber im Kirchesein – also Gemeinschaft der Gläubigen. Wir sind in der Lage allen Menschen die Nachricht des Auferstandenen weiterzugeben. Und das tun wir, indem wir uns dem Mitmenschen voll und ganz hingeben.“

Jetzt inkludiert die volle und ganze Hingabe wohl auch die Welt der neuen Medien. Mit Spannung darf erwartet werden, was daraus wohl noch entsteht, ist doch die Wirkung von sozialen Netzwerken höchst umstritten. Während die einen die Behauptung aufstellen „Facebooknutzer haben keine Freunde„, wollen die anderen höchst postive Aspekte erkannt haben:“Soziale Netzwerke steigern Selbstwertgefühl„. Dass selbstbewusste Menschen ein Ziel der Kirche sind, kann diskutiert werden. Findet sich doch im Dunstkreis dieser Institution auch eine große Sammelstelle unsicherer Menschen auf der Suche nach Halt in einer schnelllebigen Welt und die bekommen jetzt die Chance ganz legal mit dem Segen des Papstes ihr Selbstbewusstsein aufzupeppeln.

Internet ahoi, der Messias hat Dich entdeckt.

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4 Kommentare

  1. […] fällt mir noch was zum Artikel von vorher […]


  2. […] katholische Kirche hat der App Confession ihren Segen erteilt. Ganz im Sinne der Papst Forderung, mehr Präsenz im SocialMedia Bereich zu zeigen, können ab sofort gläubige Katholiken all ihre Sünden direkt ihrem iPhone beichten. […]


  3. […] die Community zu verschrecken. Dies ist eine echte Herausforderung – dies hat auch Papst Benedikt XVI erkannt, der im Jahr 2010 alle Gläubigen dazu aufforderte, der Kommunikation im Internet eine Seele zu […]


  4. […] hört sich ja recht rockig an – hätte ich so nicht erwartet. Und getreu dem päpstlichen Aufruf, wird auch fleissig das Web 2.0 mit Inhalten bestückt: Facebook, Twitter… hübsch, die […]



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